Der Lebenslauf von Nina Danyleiko





Ich bin Wolodymir auf dem Weg zur Arbeit begegnet. Zuerst bemerkte ich sein besticktes Hemd und er sah meines. Wir sind kurz stehen geblieben und haben uns angelächelt.
Es war wie ein gegenseitiges Erkennen: "ich freue mich, dass Du auch den Mut hast, Deine Tracht öffentlich zu tragen."
Später trafen wir uns in dem Künstleratelier eines gemeinsamen Freundes wieder. Alle dort waren vom politischen Regime verfolgt - sie trugen unsere ukrainischen Trachten, redeten in unserer Muttersprache und sangen die alten Volkslieder. Er sang so schön und er sang seine eigenen Lieder ...
.... ich war wie verzaubert und beschloss, seine Frau zu werden.

Sechs Kinder entstammen dieser Ehe, alle sind musikalisch, alle singen.
Und die ganze Familie bewahrt die ukrainische Tradition, die Volkskunst, die Musik.
Sie sind Mitglieder der Gruppe "Hulayhorod".

Wolodymir über seine Frau Nina

Die angeborenen, in der Familie erlernten und vor allem durch die eigene Mentalität bedingten Charakterzüge bewegen Nina dazu, spontan und "nach Bedarf" zu malen, für Jemanden, zum Verschenken. Dazu kommen auch ihre rein weiblichen Eigenschaften, ihr Wunsch zu beschenken, abzugeben, zu verteilen, großzügig zu sein, die vom Schöpfer kreierte Welt in sich selbst zu spüren.

Das alles zusammen hat Verhalten und Lebensweise der Künstlerin geprägt und in ihrem Leben eine ethische Norm geschaffen. Ihre Bilder behält sie nicht bei sich, sondern lässt sie "zu den Menschen, "unter die Menschen". Deswegen können wir weder alle ihre Bilder zusammen sehen, noch genau sagen, wo auf der Welt sie sich befinden.